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Pommersche Einheit - 1

P O M M E R S C H E  E I N H E I T

Nach dem Aussterben der Greifen-Dynastie mit Bogislaw XIV. am 10. März 1637 hätte das verwaiste Herzogtum auf Grund des Erbvertrages von Grimnitz an Brandenburg fallen müssen. Aber es war mitten im 30-jährigen Krieg. Die Schweden hielten das Pommerland besetzt und dachten nicht daran es an den kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg abzutreten, zumal dieser keinen schriftlichen Vertrag vorweisen konnte. Außerdem hatte der letzte pommersche Herzog Bogislaw XIV. den Schweden sein Land verpfändet, bis er in der Lage wäre die Kriegskosten zu erstatten, die diesen entstanden wären um die Kaiserlichen Truppen außer Landes zu jagen.. 

Daran änderte sich auch mit dem Regierungsantritt des Großen Kurfürsten nichts. Im Westfälischen Frieden wurde vertraglich nur das Zugeständnis gemacht, das hafenarme und damals völlig wertlose Hinterpommern den Brandenburgern zu überlassen. Vorpommern und Stettin, Rügen und der Odermündung blieben bei Schweden.

Nachdem der Große Kurfürst die Schweden, welche auf den Befehl Frankreichs in Brandenburg eingefallen waren, aus seinem Land gejagt hatte und Vorpommern mit samt den Festungen von Stettin und Stralsund genommen hatte, mußte er, im Stich gelassen vom deutschen Kaiser, den Vertrag von St. Germain en Laye unterschreiben und damit die pommerschen Neueroberungen zzurückgeben.

So blieb Vorpommern bis zum Nordischen Krieg (1700-1721) schwedisch. Der Enkel des Großen Kurfürsten, der preußische Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., schloß sich in diesem Krieg den Feinden Schwedens - Rußland, Dänemark und Sachsen - an, weil seine berechtigten Vermittlungsvorschläge durch den “eisenköpfigen” Schwedenkönig Karl XII. schroff abgewiesen worden waren. Die gegen Schweden Verbündeten eroberten Stettin und nahmen nach monatelangen schweren Belagerungskämpfen im Dezember 1715 auch Stralsund ein. Im Frieden von Stockholm erhielt der Preußenkönig aber nur das östliche Vorpommern bis zur Peene (Altvorpommern).  

Das letzte pommersche Erbe, das den Brandenburgern und nun Preußen seit Jahrhunderten vorenthalten blieb, wurde nicht durch einen Krieg, sondern durch lange und verwickelte Kaufverhandlungen mit dem übrigen Pommerland vereinigt... 

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