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Pommerlied

P O M M E R L I E D

Wenn in stiller Stunde Träume mich umweh´n,

Bringen frohe Kunde Geister, ungeseh´n,

Reden von dem Lande meiner Heimat mir,

Hellem Meeresstrande, düstrem Waldrevier.

Weiße Segel wiegen sich auf blauer See,

Weiße Möwen fliegen in der blauen Höh´,

Blaue Wälder krönen weißer Dünen Sand:

Pommerland, mein Sehnen ist Dir zugewandt!

Aus der Ferne wendet sich zu Dir mein Sinn,

Aus der Ferne sendet trauten Gruß er hin.

Traget, laue Winde, meinen Gruß und Sang,

Wehet leis´und linde treuer Liebe Klang!

Bist ja doch das eine in der ganzen Welt,

Bist ja mein, ich deine, treu dir zugesellt,

Kannst ja doch von allen, die ich je geseh´n,

mir allein gefallen, Pommerland so schön!

Jetzt bin ich am Wandern, bin bald hier, bald dort;

Doch aus allen andern treibt´s mich immerfort.

Bis in dir ich finde meine Ruh´,

Send ich meine Lieder dir, o Heimat zu.

Pommerlied

Das Pommerlied wurde während einer Harzwanderung von dem Studenten - später Stettiner Theologe und Gymnasiallehrer - Adolf Pompe (1831-1889) gedichtet. Heute gilt es als die “Nationalhymne”, vergleichbar in seiner Popularität mit dem “Niedersachsenlied”

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Deutschland 2006