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Pommerland

P O M M E R L A N D

Pommerland - das “Land am Meer” erstreckt sich südlich der Ostsee von der Darßer Nehrung im Westen bis zum Zarnowitzer See im Osten. Die untere Oder mit Dammschen See, Papenwasser und Stettiner Haff trennt dabei die beiden Landesteile Vorpommern (Westpommern) und Hinterpommern (Ostpommern).

Hymne des Pommerlandes ist das “Pommerlied”

Die Oberflächengestalt des Pommerlandes wurde von eiszeitlichen Aufschüttungen geprägt: Während Hinterpommern von der Pommerschen Seenplatte durchzogen und bestimmt wird, weist die flache Küste Vorpommerns eine reiche Gliederung durch buchtenreiche Inseln (Rügen, Hiddensee, Greifswalder Oie, Usedom, Wollin), Bodden und Haffe aus.

Die Wirtschaft des Pommerlandes wurde in seiner Entwicklung landschaftlich und historisch bedingt durch Fischfang, Land-, Forstwirtschaft und Schiffbau geprägt. Daneben konnte sich der Fremdenverkehr als zusätzlicher Wirtschaftsfaktor mit der Entstehung von Seebädern und deren Entwicklung bis heute behaupten. Das industrielle Zentrum war bis 1945 die ehemalige Landeshauptstadt Stettin. Für Vorpommern ist heute Greifswald von großer Bedeutung.  

PommerlandWappenKlein

Wappen der Herzöge

Flagge

Pommerland-Flagge

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Pommerland - das Land am Meer

Die Geschichte des Pommerlandes wurde durch das Einwandern der Wenden im 6. und 7. Jahrhundert, deren Christianisierung durch Bischof Otto von Bamberg (1124-28) verbunden mit dem Zuzug der Deutschen geprägt. Der sich aus Wenden und Deutschen entwickelnde deutsche Menschenschlag wurde wiederholt und mehrfach geteilt: So beispielsweise durch die Greifen-Herzöge 1295 in Pommern-Wolgast und Pommern-Stettin. 1534 erfolgt die Reformation der Kirche. Mit dem Aussterben (1637) der 1181 zu Reichsfürsten erklärten Greifen-Dynastie, wurde der Erbvertrag mit Brandenburg wirksam. Doch Friedrich Wilhelm konnte 1648 nur Hinterpommern im 30-jährigen Krieg gewinnen. Vorpommern fiel an Schweden. Noch heute bezeichnet man es daher - wie auch zu DDR-Zeiten - als “Südschweden”. Zwar wurde 1720 das Gebiet bis zur Peene (Altvorpommern) und 1815 Stralsund und Rügen (Neuvorpommern) auf Betreiben des Schwedischen Generalgouverneurs Malte zu Putbus mit dem Mutterland wieder als Provinz unter Preußen vereinigt, doch geschah dies weil Schweden sich davon trennen wollte. Für die “Südschweden” galt dagegen: “Unter drei Kronen läßt sich gut wohnen.” 100 Jahren Preußen folgten nachhaltige Einschnitte: Mit dem Ende des ersten Weltkrieges wurde das Gebiet Posen-Westpreußen angegliedert.Nach dem zweiten Weltkrieg kam es zur erneuten Teilung. In der Potsdamer Vereinbarung von 1945 wurden die Gebiete östlich von Swine und Oder unter polnische Verwaltung gestellt. Stettin und Swinemünde befinden sich jedoch westlich dieser Linie. Von 1,8 Millionen Ostpommern überlebten nur 1 Millionen den Krieg. Sie mußten danach ihre Heimat verlassen. Den Neuanfang suchten viele der Flüchtlinge auch im Landesteil Vorpommern, der bei Deutschland verblieb. 45 Jahre nach Kriegsende erwacht nun das regionale Bekenntnis - Teil der eigenen Identität. Ein erster Schritt der Pommern war dazu das Pommerschen Landesmuseum in der Hansestadt Greifswald.

Pommerland - Alle Rechte vorbehalten!

Deutschland 2006